E-Paper - 07. März 2018
Neue Oltner Zeitung (Olten-Niederamt)
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Ein buntes Angebot für Familien

Waldspielgruppe, Kinderyoga, Velocheck und mehr schon über 30 Jahren gibt es den Familienclub Aarburg, der sich dafür einsetzt, den Kontakt zwischen den Familien mit Hilfe verschiedener Veranstaltungen zu fördern.

Aarburg Wir haben Präsidentin Lisa Wicki (53), Aarburg, einige Fragen zum Familienclub Aarburg gestellt.

Lisa Wicki, erzählen Sie unseren Lesern doch kurz, um was es sich beim Familienclub Aarburg handelt.

Der Familienclub Aarburg ist ein seit 1986 bestehender, politisch und konfessionell neutraler Verein mit Sitz in Aarburg. Sein Hauptzweck ist den Kontakt zwischen den Familien zu fördern. Das Leben im Städtli und die Verbindungen unter den Familien werden durch gemeinsame Veranstaltungen intensiviert und bereichert. Für viele Neuzuzüger ist unser Familienclub eine der ersten Anlaufstellen. Wir veranstalten das ganze Jahr hindurch ein buntes Programm mit Anlässen verschiedenster Art. Hier lernt man andere Familien kennen und kann Kontakte knüpfen. Neuzuzüger werden im schönen Aarestädtli so schnell integriert.

Wann sind Sie dem Familienclub Aarburg beigetreten und welches waren Ihre Beweggründe?

Das war 2007, als unsere ältere Tochter die Waldspielgruppe besuchte. Aber schon 2001, als ich nach Aarburg gezogen bin und wir noch keine Kinder hatten, ist mir ein Flyer des Familienclubs in die Hände gelangt. Da wusste ich, dass wir im Familienclub auf jeden Fall mitmachen würden, sobald Kinder da sind. Der Weg in den Vorstand hat sich später dann ganz natürlich ergeben.

Seit wann gibt es den Familienclub und wie viele Mitglieder hat er derzeit?

In dieser Form gibt es den Familienclub schon seit 1986. Seine interessante Entstehungsgeschichte geht aber weiter zurück. Schon in den 60er-Jahren ist der Wunsch nach Kontakt zwischen jungen Müttern gross. In Solothurn entsteht der «Club junger Mütter». Die Idee gefällt und im «Wir Eltern» erscheint ein Beitrag. 1972 findet in Aarburg die erste Sitzung des «Clubs junger Mütter» statt. Ein Club, der kein Verein ist, der keine Statuten, keinen Vorstand, keine eingeschriebenen Mitglieder und keine Jahresbeiträge kennt. Ein Organisationskomitee mit fünf Müttern planten fortan die Aktivitäten. Im Laufe der Jahre entsteht das Muki-Turnen, die Spielgruppe wird gegründet, später kommt der Spatzenhöck dazu. Da der Club, eine lose Vereinigung ohne Organisation, kein Verein ist, gehen auch keine Jahresbeiträge ein. Daher müssen Porti, Telefonspesen und anderes mehr von den Mitgliedern des OK zum Teil selber berappt werden. 1973 wird der Club eine Untersektion des Frauenvereins und erhält ein Startkapital von Fr.200.-. Nun aber sind im Club die Männer nicht mehr zugelassen. Der Club trennt sich schon bald wieder vom Frauenverein und macht eigenständig weiter. Schliesslich wird am 03.03.1986 der «Familienclub Aarburg» gegründet mit Statuten, mit eingeschriebenen Mitgliedern, mit einem Vorstand und mit Jahresbeiträgen. Der Familienclub hat derzeit 167 Mitgliederfamilien.

Es ist auffällig, aber nicht überraschend, dass nur Frauen im Vorstand vertreten sind. Weshalb zeigen die Männer kein Interesse an einer tragenden Rolle im Familienclub?

Ja, darüber haben wir auch schon oft gesprochen. Die Gründe sind wohl in der Verteilung der Kinderbetreuung zu suchen. Es sind doch vermehrt die Frauen, die ein kleineres Pensum arbeiten gehen und zu Hause zu den Kindern schauen. Der Wunsch, vermehrt Kontakt zu Gleichgesinnten zu haben und dabei einer interessanten Aufgabe nachzugehen ist dann gross. Bei uns im Vorstand wird zudem eine Sitzung nicht nur als «Arbeit», sondern auch als geselliger Anlass empfunden und wir freuen uns immer darauf. Die Sitzungen dauern dann auch immer entsprechend lang.

Letztes Jahr wurde der Club mit dem Franke-Preis im Wert von Fr. 10'000.- ausgezeichnet. Was bedeutet Ihnen dieser Preis, abgesehen vom finanziellen Zustupf?

Dieser Preis war eine riesengrosse Überraschung und weiterer Ansporn zugleich. Dass ein Weltkonzern wie die Franke auf uns aufmerksam geworden war und uns schon länger wohlwollend beobachtet hatte wow! Das war eine grosse Anerkennung für unsere langjährige, stets in Frondienst geleistete Arbeit. Etwas besseres kann einem Verein gar nicht passieren.

Welche Anlässe stehen in den kommenden Wochen an?

Am Samstag, 28. April, findet der Schnuppermorgen in der Waldspielgruppe und ein Schnupperkurs für OL-Interessierte statt. Im Mai geht es weiter mit Handlettering, Kinderyoga und einem Velocheck mit dem Geschäftsführer der hiesigen «BikeFactory».

David Annaheim/cs

Neue Oltner Zeitung (Olten-Niederamt) vom Mittwoch, 7. März 2018, Seite 2 (26 Views)

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