E-Paper - 07. März 2018
Neue Oltner Zeitung (Olten-Niederamt)
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Ärger an der City-Kreuzung

Von Chantal Siegenthaler

Die CBC City Bar an der Oltner City-Kreuzung möchte ein Gartenrestaurant realisieren damit sind aber nicht alle Anwohner einverstanden. Hansruedi Dietschi wohnt selbst an der Frohburgstrasse; er möchte nicht noch mehr Lärm vor seiner Wohnung.

Olten Hansruedi Dietschi bewohnt eine Wohnung an der Frohburgstrasse in Olten. Hier hat er besonders abends und am Wochenende eine Menge Action. «Durch den Terminus Club ist es laut und die Menschen halten sich bis in die Morgenstunden draussen auf. Es kommt auch immer wieder zu Schlägereien, illegalen Autorennen und Unfällen», sagt der verärgerte Oltner. Umso weniger kann er es glauben, dass die Stadt der CBC City Bar nun wohl den Wunsch nach einem Gartenrestaurant bewilligen will. «Es soll dann mehr zu einem Töfftreff werden. Auch hiess es anfangs, dass das Café dieselben Öffnungszeiten haben wird wie die Läden», sagt Dietschi. Jedoch sei dies nun nicht der Fall und die Bar habe viel länger geöffnet. Auch habe er bei Lärmbelästigung schon versucht, direkt mit dem Wirt zu sprechen, dieser habe ihn aber des Platzes verwiesen und ihm gedroht. Gegen den Plan mit dem Gartenrestaurant hat Dietschi Einspruch erhoben. Er wisse von einigen Anwohnern, die gegen das Gartenrestaurant seien; wenn es jedoch darum gehe, etwas zu unternehmen, wolle niemand die Initiative ergreifen. «Wie es aussieht, wird die Stadt das Gartenrestaurant bewilligen. Die Rolltreppe vor der Bar wollte die Stadt in den nächsten Jahren sowieso entfernen. Meiner Meinung nach kommt ihnen der Umbau nun gerade gelegen, da der Bar-Eigentümer wohl selbst über 40'000 Franken in den Umbau investiert», ist Dietschi überzeugt.

Laut Wirt kein Töfftreff geplant

Zum Vorwurf des Lärms und der längeren Öffnungszeiten sagt Wirt Fernando Rallo: «Wir haben am Freitag bis 2 Uhr geöffnet und am Samstag bis 3 Uhr. Offiziell wäre sogar bis 4 Uhr erlaubt. Und klar werfe ich meine Gäste nicht gleich raus, wenn um die Zeit noch welche da sind.» Zudem sei ja klar, dass es etwas lauter ist, wenn man Mitten in der Stadt wohne. Der Wirt achte bei seinen Gästen aber auf Sauberkeit und Lärm. Hansruedi Dietschi sei wegen des angeblichen Lärms wirklich mal vor Ort gewesen, um sich zu beschweren. Allerdings sei es weder wirklich laut gewesen, noch habe er diesen in irgend einer Weise bedroht. «Das ist gar nicht meine Art», so der Wirt, der für den Platz vor seiner Bar auch bezahlt. Auch mit Gartenbeiz soll seine Bar kein Töfftreff werden, wie vom Anwohner behauptet. «Würde ich das machen, hätte ich ein Problem mit der Polizei; schliesslich habe ich gar keine Abstellplätze», sagt Rallo.

Stadt hält sich zurück

Adrian Balz von der Baudirektion Olten schreibt zum vorliegenden Fall lediglich: «Die Baukommission der Stadt Olten hat an ihrer letzten Sitzung vom Montag, 19. Februar 2018, das Baugesuch und die entsprechenden Einsprachen betreffend Erstellen einer Aussenwirtschaft bei der Liegenschaft Frohburgstrasse 30 zusammen behandelt. Die Beschlüsse werden den direkt betroffenen Parteien in den nächsten Tagen mit einem Rechtsmittel eröffnet.»

Sollte das Gartenrestaurant wirklich zustande kommen, wird Hansruedi Dietschi zwar weiterhin an der Frohburgstrasse wohnen bleiben, jedoch: «Ich werde auf die Öffnungszeit bis 23.30 Uhr beharren. Was müssen wir Anwohner hier denn sonst noch alles tolerieren?!»

Neue Oltner Zeitung (Olten-Niederamt) vom Mittwoch, 7. März 2018, Seite 1 (28 Views)

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